AG Grünes Ahaus

Interessierte herzlich willkommen

Was treibt uns an?

2021/2022 ist im Gasometer Oberhausen eine Ausstellung mit dem Titel: Das zerbrechliche Paradies zu sehen. Was uns besonders im Gedächtnis geblieben ist , sind die Berechnungen zum ökologischen Fußabdruck eines jeden.

Danach leben wir ab Juli eines Kalenderjahres von den Ressourcen der nächsten Generationen!

Schon in den nächsten 7 - 10Jahren werden weltweit nicht umkehrbare Kipppunkte erwartet. 

Ein Zeitraum, in dem ein jetzt geborenes Kind ins 1.Schuljahr gehen würde.

Unser Schwerpunkt:

Unsere heimische Pflanzen- und Tierwelt ist allein in Schutzgebieten nicht überlebensfähig. 

Wir setzen uns ein für Biotopvernetzung und Biodiversität im öffentlichen Raum.


Das bedeutet für uns:

  • Förderung einer größeren Pflanzen- und Tiervielfalt  (Insekten, Vögel, Kleintiere, usw.) in unserem Umfeld 
  • Sensibilisierung der Bevölkerung
  • Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Ahaus und der Politik


Unser nächster Termin: Treffen der Arbeitsgruppe am 24.Oktober um 18.00 Uhr in der VHS Ahaus Raum 214




Aktuell steht im Rat die Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes an, 

wir von den AGs Mobilität und Grünes Ahaus haben dazu einen offenen Brief an die Verwaltung und die Ratsmitglieder verfasst:

Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung:

Zusammenarbeit mit der Politik:

Bislang gestartete Projekte (siehe auch Arbeitsgruppe Transition Ahaus):

Besuch der essbaren Gärten in Vreden

Vorgartentour 2021

Da die Vorgartentour auf so großes Interesse gestoßen ist, möchten wir sie im kommenden Jahr wieder anbieten.

Weitere MitmachgärtnerInnen und ihre Vorgärten würden die Tour bereichern!

Geteilte Begeisterung tut einfach gut!

Beet-Begrünung an der Ecke Langenkamp/Falkenweg in Ahaus


Pflanzaktionen über das Jahr 2021

(Die jüngste Aktion ist immer zuerst zu sehen)

Damit wir uns im Sommer an Schmetterlingen erfreuen können, müssen ihre Raupen die Möglichkeit haben zu überwintern.

Diese Raupe aus der Familie der Weißlinge versucht trotz der kühlen Temperatur jetzt im Dezember möglichst schnell wieder unter die schützende Laubschicht zu gelangen. Auch Hummeln und viele Insekten benötigen eine wärmende Laubschicht im Garten.

Manche Raupen, z.B. von dem schönen Aurorafalter, verpuppen sich nach der Blüte der Futterpflanze in aufrechter Position an ihrem Stängel und verharren so 10 Monate. Schön, wenn die aufrechten Stängel bis zum Frühjahr erhalten bleiben.

Nicht nur die Insekten, wie der Zitronenfalter an der Wicke, freuen sich über die Vielfalt, 

auch der Igel mag es „wild“!

Im Herbst blühen weniger Blumen. Daher konnte man den Schmetterling Admiral lange an der Herbstaster beobachten. Obwohl Brennnesseln und wildes Efeu einen hohen ökologischen Wert haben (die Raupen von sechs Schmetterlingsarten brauchen unbedingt die Brennnessel als Futterpflanze) wollten wir diesen Pflanzen nicht unser gesamtes Beet überlassen und haben sie etwas zurückgedrängt.

Vorgartentour Ende Mai. Bis dahin waren die nackten Flächen des Bodens mit einer Pflanzendecke bedeckt. Den Frühblühern folgten die üppig wachsenden Sommerblumen. Zwischen den Färberkamillen an einer pinken Kartäuser Nelke saugte ein Taubenschwänzchen. Er ist der Kolibri in der Familie der Schwärmer, ein tagsüber fliegender Nachtschmetterling.

Aus gesammeltem Samen hatten wir Pflanzen vorgezogen. In unseren eigenen Gärten teilten wir Pflanzen und brachten Jungpflanzen mit. Die schnell wachsende Quecke mussten wir eindämmen. Unsere Aktion stieß auf reges Interesse. Da es wochenlang ziemlich trocken war, richteten wir einen Gießdienst ein.

Selbstgesammeltes und gekauftes einheimisches Saatgut wurde gesät.

Die Gruppe Grünes Ahaus möchte hier ein Beispiel entwickeln, dass man mit einfachen Mittel eine artenreiche Vielfalt entstehen lassen kann.

Im Frühjahr 2021 wurde dieser Teil einer öffentlichen Hecke auf den Stock gesetzt.

Das auf den Stock setzen und die Pflege unserer Hecken erfolgte früher abschnittsweise, sodass durch das Verjüngen die Artenvielfalt größer wurde. 

Jetzt haben wir weniger Hecken, größere Abschnitte und größere Maschinen.

Im Kleinen spielte sich in unserem kleinen Wiesenstück das ab, was im Großen fatal ist

Im Laufe von ungefähr sechs Jahren hatte sich hier eine Lebensgemeinschaft entwickelt, die mit einem Mal vernichtet wurde. Insekten und Kleintiere, die nicht geschreddert wurden, konnten versuchen, in den anderen Büschen mit Artgenossen zu konkurrieren. Nahrungsspezialisten dagegen können nicht sechs Jahre warten. Sie wandern ab oder sterben aus. Die Maschinen verdichteten den Boden, der kahle Boden schadete den Bodenlebewesen. Bei den nachwachsenden Pflanzen kommen damit nur wenige schnellwüchsige Arten wie Hasel und Weide klar. Andere Arten wie Schlehe, Weißdorn oder Vogelbeere verschwinden. Bei den krautigen Pflanzen dominieren die schnell wachsenden Starkzehrer wie Brennnesseln, Brombeere oder später Melde. Die anderen Arten verschwinden ebenfalls und damit die auf sie eingestellten „tierischen“ Lebensgemeinschaften.

Beet-Begrünung an der evangelischen Kirche in Ahaus

Beginn Frühjahr 2020

Blüh- und Gemüsesamenaktion im Frühjahr 2021 in der Bücherei Ahaus